Neue Pläne für Feuerwehrgerätehäuser in der SG ApensenFeuerwehr: Alles auf Anfang
Schwarzgrüne Annäherung bei neuen Plänen für Gerätehäuser in der Samtgemeinde Apensen
APENSEN. Von einer Allianz der Vernunft ist die Rede, wenn es in der noch jungen Wahlperiode um die Feuerwehrgerätehäuser in der Samtgemeinde Apensen geht. Nach den explodierten Kosten für das Gebäude in Apensen mit der aufgehobenen Ausschreibung sind sich die Fraktionen einig: Der Bau muss billiger werden. Nur über das Wie gibt es unterschiedliche Meinungen.
Noch gab es zum Thema keine öffentliche Sitzung nach der geplatzten Ausschreibung und der Kostensteigerung für das neue Feuerwehrhaus in Apensen von 1,7 Millionen Euro auf mindestens 2,3 Millionen Euro. Doch hinter verschlossenen Türen wurde in den vergangenen Wochen eifrig beraten. Verschiedene Architekten standen den Mitgliedern des Samtgemeinderats Rede und Antwort, bekamen die Gelegenheit, ihre Ideen mit Kostenkalkulationen zu präsentieren. Hintergrund könnte eine Trennung von der Bauweise und den Architektenplänen sein, die von der alten Ratsmehrheit bevorzugt wurden. Auch der Vorschlag der Grünen, das vorgesehene Gelände im Apenser Gewerbegebiet anders zu vermarkten und eine Doppellösung an der Beckdorfer Strafle für die Wehren von Apensen und Beckdorf zu errichten (das TAGEBLATT berichtete), soll jetzt geprüft werden. Wenngleich rund eine halbe Million Euro bereits in den ersten Standort investiert wurde.
In der Frage der Feuerwehrgerätehäuser, die in den Mitgliedsgemeinden Apensen, Beckdorf und Sauensiek nicht mehr dem von der Feuerwehrunfallkasse geforderten Standard entsprechen und neu gestaltet werden müssen, könnte es neue politische Mehrheiten geben. Sieben der acht CDU-Ratsleute haben bereits signalisiert, dass sie eine deutliche Kostensenkung für den Apenser Bau fordern und dafür auch die alten Pläne über den Haufen werfen würden - auf jeden Fall was Gebäudegröße und -bauweise angeht, aber eventuell auch bei der Standortfrage. "Ich würde sagen, wir sind nicht allzu weit weg von den Grünen", sagte CDU-Fraktionschef Rolf Suhr.
Zusammen könnten Grüne (vier Sitze) und CDU nach derzeitigem Stand elf Stimmen in die Waagschale werfen. Zur Ratsmehrheit würde eine Stimme fehlen. Gespräche dazu gab es bereits mit der Freien Wählergemeinschaft. Dort gibt es aber noch Bedenken, sich von den bisherigen Plänen zu verabschieden. Man wolle erst dem beauftragten Architekten eine Gelegenheit geben, sich zu äuflern, so Ratsherr Frank Buchholz.
Zwei Punkte, die bei der Standortfrage Probleme bereiten: Alle drei Grundstücke für die Feuerwehrhäuser sind bereits gekauft. "Es ist zu viel investiert worden, um den Platz noch zu ändern", sagte SPD-Fraktionschef Oliver Pade. Und die Beckdorfer Feuerwehrkameraden hätten mit einer Austrittswelle gedroht, wenn ein gemeinsames Gebäude mit Apensen geplant werde. "Wenn wir es nicht schaffen, die Argumente den Feuerwehrleuten näherzubringen, wird es hier schwer", weiß auch Grünen-Fraktionschef Dieter Kröger. (mf)
Artikel im Buxtehuder Tageblatt vom 15.12.2011 Quelle: Buxtehuder Tageblatt
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